Indien ist ein faszinierendes Reiseland, das mit der richtigen Vorbereitung unbeschwert erlebt werden kann. Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Informationen zu Impfungen, Gesundheitsvorsorge und praktischen Tipps für Ihre Reise. Bitte lassen Sie sich rechtzeitig, idealerweise vier bis sechs Wochen vor der Abreise, von Ihrem Hausarzt oder einem Tropeninstitut individuell beraten.
Für die direkte Einreise nach Indien aus Deutschland sind in der Regel keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Eine Gelbfieberimpfung muss nur dann nachgewiesen werden, wenn Sie zuvor in einem Gelbfiebergebiet waren. Das betrifft vor allem bestimmte Länder in Afrika und Mittel- bzw. Südamerika.
Unabhängig davon empfehlen wir, die Standardimpfungen gemäß dem aktuellen Impfkalender zu überprüfen und gegebenenfalls aufzufrischen. Dazu gehören insbesondere Tetanus, Diphtherie, Polio und Masern. Ein Blick in den Impfpass, am besten gemeinsam mit dem Hausarzt, gibt hier schnell Klarheit.
Als klassische Reiseimpfungen werden für Indien häufig Hepatitis A und Typhus empfohlen. Hepatitis A wird über verunreinigte Lebensmittel oder Wasser übertragen und lässt sich durch eine gut verträgliche Impfung zuverlässig vorbeugen. Auch eine Typhusimpfung kann sinnvoll sein, auch wenn die Erkrankung bei Beachtung grundlegender Hygieneregeln eher selten vorkommt.
Je nach Reisedauer, persönlichem Gesundheitszustand und individuellem Reiseprofil können zusätzlich Impfungen wie Hepatitis B oder Tollwut in Betracht gezogen werden. Gerade beim Thema Tollwut ist eine persönliche Beratung empfehlenswert. Die Impfung ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie in ländlicheren Gebieten unterwegs sind, mit Kindern reisen oder generell einen umfassenden Schutz wünschen.
In den von uns bereisten Regionen (Rajasthan, Zentralindien, Tamil Nadu und Kerala) ist das Risiko für durch Mücken übertragene Erkrankungen wie Malaria oder Dengue regional unterschiedlich und insgesamt eher gering. Das Risiko steigt vor allem während und kurz nach der Regenzeit, also in den Monsunmonaten. Da unsere Reisen außerhalb dieser Zeit stattfinden, bewegen Sie sich in einer deutlich risikoärmeren Phase.
Ein guter Mückenschutz ist dennoch als allgemeine Vorsorgemaßnahme empfehlenswert. Tragen Sie in den Morgen- und Abendstunden leichte, lange Kleidung in hellen Farben und verwenden Sie ein wirksames Insektenschutzmittel mit dem Wirkstoff DEET oder Icaridin. Halten Sie nach Sonnenuntergang Fenster und Türen geschlossen. In klimatisierten Hotelzimmern, wie sie auf unseren Reisen Standard sind, ist das Risiko nochmals erheblich geringer, da Mücken kühle Räume meiden.
Ob in Ihrem Fall die Mitnahme eines Malaria-Notfallmedikaments oder sogar eine Prophylaxe sinnvoll ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab — unter anderem von Ihrer genauen Reiseroute, der Jahreszeit und Ihrem persönlichen Gesundheitszustand. Besprechen Sie dies bitte individuell mit Ihrem Arzt oder einem reisemedizinischen Institut.
Die indische Küche gehört für viele unserer Gäste zu den schönsten Reiseerlebnissen überhaupt — von aromatischen Currys über frisch zubereitetes Naan bis hin zu süßem Chai am Straßenrand. Gleichzeitig braucht der Körper manchmal ein wenig Zeit, um sich an die ungewohnten Gewürze, neuen Zutaten und das andere Klima zu gewöhnen. Gerade in den ersten Tagen kann es daher vorkommen, dass der Magen etwas sensibler reagiert. Das ist nicht ungewöhnlich und in den allermeisten Fällen kein Grund zur Sorge — Ihr Körper stellt sich in der Regel schnell um.
Auf unseren Reisen empfehlen wir nur Restaurants, die wir aus langjähriger Erfahrung als hygienisch sicher und zugleich authentisch einschätzen. Uns ist es wichtig, dass Sie die Vielfalt der indischen Küche mit gutem Gefühl genießen können, ohne auf den Geschmack verzichten zu müssen. Wenn Sie unterwegs einmal Lust auf etwas Bestimmtes haben, kennt Ihr Reiseleiter in der Regel die besten Adressen vor Ort.
„Boil it, cook it, peel it — or forget it." Kochen, braten, schälen — oder lieber weglassen.
Diese alte Reiseregel hat sich über Jahrzehnte bewährt und gilt auch für Indien. Trinken Sie ausschließlich abgefülltes, gefiltertes oder abgekochtes Wasser — auch zum Zähneputzen. Verzichten Sie vorsichtshalber auf Leitungswasser, Eiswürfel, ungeschältes Obst, rohe Salate und Speiseeis an Straßenständen. In den Hotels steht Ihnen Mineralwasser sowie gefiltertes R.O.-Wasser (Reverse Osmosis) zur Verfügung.
Eine kleine, gut zusammengestellte Reiseapotheke gibt Ihnen unterwegs Sicherheit und erspart im Zweifelsfall die Suche nach einer Apotheke vor Ort. Dazu gehören vor allem Ihre persönlichen Medikamente in ausreichender Menge, ein Mittel gegen Magen-Darm-Beschwerden, Schmerz- und Fiebermittel, Pflaster, Wunddesinfektionsmittel, Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor und ein wirksamer Insektenschutz.
Praktisch für unterwegs sind außerdem Handdesinfektionsgel, Feuchttücher und etwas Toilettenpapier im Handgepäck — gerade bei längeren Fahrten oder Besichtigungen abseits der Städte sind diese Kleinigkeiten Gold wert. Wenn Sie regelmäßig verschreibungspflichtige Medikamente einnehmen, empfiehlt sich die Mitnahme im Handgepäck, damit sie auch bei einem Gepäckverlust griffbereit sind.
Auch in den angenehmeren Reisemonaten zwischen Oktober und April kann die Sonne in Indien überraschend intensiv sein, besonders in Rajasthan und Zentralindien, wo die Luft trocken und der Himmel oft wolkenlos ist. Denken Sie daher an Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille. Trinken Sie über den Tag verteilt ausreichend Wasser, auch wenn Sie keinen Durst verspüren.
In Indien begegnen Sie vielerorts Tieren, die zum alltäglichen Straßenbild gehören; streunende Hunde, neugierige Affen, gemächlich wandernde Kühe. So charmant manche dieser Begegnungen sein mögen: bitte vermeiden Sie den direkten Kontakt. Füttern oder berühren Sie keine Tiere, auch wenn sie zutraulich wirken. Affen können mitunter zudringlich werden, besonders in der Nähe von Tempeln. Bewahren Sie Essen und glänzende Gegenstände daher besser in geschlossenen Taschen auf.
Sollten Sie dennoch einmal von einem Tier gebissen oder gekratzt werden, reinigen Sie die betroffene Stelle sofort gründlich mit Wasser und Seife und suchen Sie zeitnah einen Arzt auf. Dies gilt unabhängig davon, ob Sie gegen Tollwut geimpft sind oder nicht.
Diese Informationen dienen als Orientierung für Ihre Reisevorbereitung und ersetzen keine persönliche medizinische Beratung. Da Impfempfehlungen und Vorsorgemaßnahmen immer auch von Reisedauer, Alter, Vorerkrankungen und individuellem Reiseverlauf abhängen, empfehlen wir Ihnen, sich rechtzeitig vor der Reise ärztlich beraten zu lassen. Aktuelle Informationen finden Sie beim Auswärtigen Amt sowie beim Robert Koch-Institut.
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