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Nachhaltigkeit

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Wie wir unsere Reisen nach Indien verantwortungsvoll gestalten

Viele Entscheidungen fallen, lange bevor eine Reise beginnt: mit wem wir zusammenarbeiten, wo wir übernachten, welche Orte wir besuchen und wie viel Raum ein Reiseverlauf lässt.

Für uns bedeutet Nachhaltigkeit, diese Entscheidungen bewusst zu treffen: in der Zusammenarbeit mit lokalen Partnern in Indien, in der Unterstützung ausgewählter sozialer und ökologischer Initiativen und im respektvollen Umgang mit den Natur- und Kulturräumen, durch die unsere Reisen führen.

Zusammenarbeit vor Ort

Lokale Wertschöpfung

Zusammenarbeit vor Ort

Unsere Reisen entstehen im Zusammenspiel mit den Menschen und Betrieben vor Ort: mit unseren Partnern in Indien, lokalen Reiseleitungen, erfahrenen Fahrern und sorgfältig ausgewählten Unterkünften. Hinzu kommen Programmpunkte, die einen Bezug zum Land und zu den besuchten Orten haben. So liegt vieles, was eine Reise prägt, in den Händen von Menschen, die dort leben, arbeiten und Verantwortung tragen.

Auch die Routenplanung folgt diesem Gedanken. Wir achten darauf, dass eine Reise nicht nur entlang bekannter Sehenswürdigkeiten verläuft, sondern auch Orte und Gegenden einbezieht, die touristisch weniger erschlossen sind. Dadurch entstehen Einblicke in ein Indien, das sich nicht allein über Monumente und große Städte erschließt, sondern in vielen unterschiedlichen Landschaften, Lebensräumen und Alltagswelten zeigt.

Wo immer es sich anbietet, bevorzugen wir inhabergeführte Hotels, Heritage-Häuser, kleine Boutique-Unterkünfte, Homestays und kleinere indische Hotelgruppen. Uns interessieren Häuser, die mehr vermitteln als Komfort allein: Architektur, Küche, Geschichte, Lage und die Haltung der Menschen, die sie führen, können viel über einen Ort erzählen.

Auch Manufakturen, Werkstätten und soziale Initiativen nehmen wir bewusst in unsere Programme auf, wenn sie einen echten Einblick ermöglichen: in lokales Können, regionale Zusammenhänge und Engagement vor Ort. Solche Besuche sollen mehr sein als ein kurzer Halt. Sie sollen verständlich machen, was einen Ort prägt und wer dazu beiträgt, lokales Wissen, handwerkliche Traditionen und neue Ansätze lebendig zu halten.

Unser Ziel ist eine hohe lokale Wertschöpfung: Ein möglichst großer Teil der Reise soll vor Ort gestaltet werden und denen zugutekommen, die sie mittragen.

Klimaschutz in Indien

Ein konkreter Beitrag mit atmosfair

Jede Samsara-Reise ist mit einem konkreten Klimaschutzbeitrag verbunden. Gemeinsam mit atmosfair unterstützen wir die Einsparung von 1.000kg CO₂ pro Gast. Atmosfair ist eine gemeinnützige Klimaschutzorganisation aus Berlin, die Klimaschutzprojekte entwickelt, begleitet und nach anerkannten Standards umsetzt.

 
Effiziente Holzvergaseröfen in Indien

Unser unterstütztes Projekt

Effiziente Holzvergaseröfen in Indien

Das Projekt, das wir unterstützen, befindet sich in Indien: Es bringt effiziente Holzvergaseröfen in ländliche Haushalte. Die Einsparung entsteht vor allem dadurch, dass deutlich weniger Brennholz benötigt wird und Emissionen vermieden werden, die beim herkömmlichen Kochen entstehen würden.

In vielen ländlichen Regionen Indiens wird nach wie vor mit Holz gekocht. Offene Feuerstellen benötigen viel Brennmaterial und verursachen Rauch, der besonders in Innenräumen belastend ist. Zugleich erhöht der hohe Bedarf an Feuerholz den Druck auf Wälder und natürliche Ressourcen.

Die von atmosfair geförderten Holzvergaseröfen setzen genau an diesem Punkt an. Sie kommen mit etwa der Hälfte des bisherigen Brennholzes aus und ermöglichen ein nahezu rauchfreies Kochen auf einer stabilen Flamme. Grundlage ist eine Vergasertechnologie, bei der aus trockener Biomasse Holzgas entsteht, das sauber verbrennt. Als Nebenprodukt bleibt Holzkohle zurück.

Diese Holzkohle kann gesammelt und weitergegeben werden, etwa an kleine Restaurants oder andere lokale Abnehmer. Dadurch entsteht rund um die Öfen eine zusätzliche Wertschöpfungskette: von der Herstellung über den Vertrieb bis zur Sammlung und Weitergabe der Holzkohle. Mehr als 300 Arbeitsplätze sind in Produktion, Vertrieb und Sammelstruktur entstanden.

Das Projekt reduziert Emissionen, verringert den Holzverbrauch, verbessert die Luftqualität beim Kochen und stärkt lokale Arbeitsstrukturen.

CO₂-Kompensation

Wer die Emissionen der Flugreise berechnen und ausgleichen möchte, kann dafür den Emissionsrechner von atmosfair nutzen. Die Berechnung erfolgt anhand der konkreten Flugverbindung und zeigt transparent, welcher Beitrag für den Ausgleich empfohlen wird.

Auf unserer atmosfair-Seite finden Sie den Emissionsrechner sowie weitere Informationen dazu, wie atmosfair Flugemissionen berechnet und über zertifizierte Klimaschutzprojekte kompensiert.

TOFTigers

TOFTIGER

Safari mit Rücksicht

Indiens Nationalparks gehören zu den eindrucksvollsten Naturräumen des Subkontinents. Wer dort Tiger, Leoparden, Elefanten oder seltene Vogelarten beobachtet, betritt sensible Lebensräume, in denen Rücksicht, Geduld und gute Führung entscheidend sind.

Als einer der ersten deutschen Reiseveranstalter sind wir Mitglied von TOFTigers, einer Initiative für verantwortungsvollen Wildtier-Tourismus in Indien, Nepal und Bhutan. Die Organisation arbeitet seit über zwanzig Jahren daran, Schutzgebiete, Wildtiere und die Menschen in ihrem Umfeld stärker mit einem rücksichtsvollen Tourismus zu verbinden. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Naturerlebnisse möglich werden, ohne Tiere zu bedrängen oder ihre Lebensräume unnötig zu belasten.

Ein wichtiger Bestandteil ist die PUG Mark Eco-Rating Certification. Mit diesem Gütesiegel werden Lodges nach ökologischen und sozialen Kriterien bewertet: etwa beim Umgang mit Wasser und Energie, bei regionaler Beschaffung, bei Arbeitsbedingungen, Abfallmanagement und dem Verhalten im Schutzgebiet. Darüber hinaus unterstützt TOFTigers den Schutz von Tigerlebensräumen, die Arbeit von Rangern und Projekte mit Gemeinschaften, die in und um die Nationalparks leben.

Für unsere Reisen bedeutet das: In den Nationalparks achten wir auf Unterkünfte, die nach den PUG-Mark-Kriterien zertifiziert sind oder sich nach vergleichbaren Grundsätzen ausrichten. Wir arbeiten mit erfahrenen Naturführern und gestalten Pirschfahrten so, dass Beobachtungen mit möglichst wenig Störung verbunden sind.

Initiativen in Indien

Bildung und ökologische Regeneration

Mit Isha Vidhya und Cauvery Calling unterstützen wir zwei langfristig angelegte Initiativen in Südindien. Beide widmen sich Themen, die eng mit dem Leben in ländlichen Regionen verbunden sind: Bildung, Landwirtschaft, Wasser und natürliche Ressourcen.

Ausgewählt haben wir diese Projekte, weil sie klar in Indien verankert sind und unterschiedliche Bereiche berühren, die über eine einzelne Reise hinausreichen. Isha Vidhya eröffnet Kindern im ländlichen Tamil Nadu Zugang zu Schulbildung; Cauvery Calling arbeitet mit Landwirten an der ökologischen Regeneration des Kaveri-Beckens. Beide Projekte werden von der Isha Foundation getragen, einer gemeinnützigen Organisation mit Sitz in Indien.

Isha Vidhya Schule in Tamil Nadu

Bildung · Tamil Nadu

Isha Vidhya

Das Bildungsprojekt Isha Vidhya umfasst neun Schulen im ländlichen Süden Indiens und erreicht mehr als 8.900 Kinder. Viele der Schülerinnen und Schüler kommen aus Familien, in denen regelmäßige Schulbildung bisher keine Selbstverständlichkeit war.

Etwa 63 Prozent der Kinder werden über Stipendien gefördert. Diese Unterstützung umfasst nicht nur den Unterricht, sondern auch Lernmaterialien, den Schultransport und ein warmes Mittagessen. Unterrichtet wird auf Englisch, ergänzt durch einen ganzheitlichen Bildungsansatz, der Kindern aus ländlichen Regionen bessere Chancen auf weiterführende Bildungswege eröffnen soll.

Im Rahmen unserer Reisen unterstützen wir Isha Vidhya regelmäßig mit einem festen Beitrag.

Cauvery Calling Aufforstung am Kaveri

Regeneration · Kaveri-Becken

Cauvery Calling

Cauvery Calling ist eine Initiative zur ökologischen Regeneration im Einzugsgebiet des Kaveri, eines der bedeutenden Flusssysteme Südindiens. Die Region hat große Teile ihres Baumbestands verloren; zugleich ist die Wasserführung des Flusses deutlich zurückgegangen.

Die Initiative arbeitet mit Landwirten zusammen und setzt auf Agroforstwirtschaft: Bäume werden auf landwirtschaftlichen Flächen gepflanzt, um Böden zu stabilisieren, den Wasserhaushalt zu verbessern und langfristig auch landwirtschaftliche Erträge zu stärken.

Bislang wurden über 122 Millionen Setzlinge gepflanzt; Cauvery Calling ist von UNCCD, UNEP und IUCN anerkannt.

Pro gebuchter Reise unterstützen wir über Cauvery Calling die Pflanzung von fünf Bäumen.

Begegnungen unterwegs

Initiativen, die Einblicke geben

Einige Besuche auf unseren Reisen führen zu Initiativen, die aus konkreten Herausforderungen entstanden sind — aus veränderten Lebensgrundlagen, fehlenden Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten, sozialer Ausgrenzung oder dem Wunsch, handwerkliches Wissen zu bewahren.

Solche Besuche erschließen sich erst durch ihren Hintergrund. Es macht einen Unterschied, ob man nur eine Werkstatt, ein Café oder ein Ausbildungszentrum sieht — oder versteht, warum dieser Ort entstanden ist, wer dort arbeitet und welche Aufgabe er heute erfüllt. Deshalb nehmen wir uns vor Ort Zeit für Erklärungen, Gespräche und die Geschichte hinter dem jeweiligen Projekt.

Barefoot College Tilonia

Tilonia · Rajasthan

Barefoot College

Das Barefoot College in Tilonia gehört zu den bekanntesten Graswurzelorganisationen Indiens. Gegründet wurde es 1972 von Bunker Roy in einem Dorf in Rajasthan. Sein Ansatz stellt eine einfache, bis heute ungewöhnliche Idee in den Mittelpunkt: Wissen entsteht nicht nur durch formale Schulbildung, sondern auch durch Erfahrung, Beobachtung, Weitergabe und praktisches Können.

Ein Schwerpunkt des Barefoot College ist die Ausbildung sogenannter „Solar Mamas" oder „Solar Grandmothers". Frauen aus ländlichen Regionen — oft Großmütter, häufig ohne Schulbildung — lernen in Tilonia, Solaranlagen zu installieren, zu warten und in ihren Heimatdörfern einzusetzen. Das Programm reicht inzwischen weit über Indien hinaus und hat Teilnehmerinnen aus vielen Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas ausgebildet.

Neben Solarenergie gehören auch Regenwassersammlung, Brunnenbau, Nachtschulen für Kinder, die tagsüber arbeiten müssen, Basisgesundheit, lokale Selbstverwaltung und Handwerk zur Arbeit des Colleges.

Srishti Welfare Centre in Munnar, Kerala

Munnar · Kerala

Srishti Welfare Centre

In den Teebergen von Munnar arbeitet das Srishti Welfare Centre mit Menschen mit Behinderungen aus Familien, die seit Generationen vom Teeanbau leben. Die Initiative wurde von der Tata-Gruppe ins Leben gerufen und verbindet berufliche Ausbildung, Beschäftigung und soziale Teilhabe in einem Umfeld, das stark von den Plantagen geprägt ist.

In den Werkstätten entstehen handgefärbte Textilien, Papierprodukte, Konfitüren und Backwaren. Die Textilwerkstatt Aranya Naturals arbeitet mit Naturfarben, die unter anderem aus Pflanzen, Blättern und Rinden gewonnen werden. So entstehen Produkte, in denen lokales Material, handwerkliches Wissen und berufliche Förderung zusammenkommen.

Ein Besuch bei Srishti zeigt eine Form von Inklusion, die nicht losgelöst vom Alltag der Region wirkt. Man sieht Arbeitsplätze, Produkte und Menschen, deren Arbeit eng mit Munnar und seiner Teekultur verbunden ist.

Handwerk bei Dastkar Ranthambore

Ranthambore-Nationalpark · Rajasthan

Dastkar Ranthambore

Dastkar Ranthambore verbindet Handwerk und die wirtschaftliche Stärkung von Frauen. Das Projekt entstand 1989 gemeinsam mit der Ranthambore Foundation, nachdem die Einrichtung des Nationalparks das Leben vieler Dorfgemeinschaften verändert hatte. Menschen, die zuvor Zugang zu Wald, Wasser oder landwirtschaftlichen Flächen hatten, mussten neue Wege finden, ihren Lebensunterhalt zu sichern.

Im Dastkari Kendra, dem Handwerkszentrum in Sawai Madhopur, arbeiten vor allem Frauen mit traditionellen Techniken aus Rajasthan: Blockdruck, Bandhani-Färberei, Patchwork, Stickerei, Lederarbeiten und Terrakotta. Viele Produkte greifen Motive aus der Umgebung auf, darunter Tiger, Vögel und andere Tiere des Ranthambore-Nationalparks.

Dastkar ist seit 1981 als gemeinnützige Organisation in Indien aktiv und arbeitet landesweit mit zahlreichen Handwerksgemeinschaften zusammen. In Ranthambore geht es dabei nicht nur um schöne Textilien oder Souvenirs, sondern um handwerkliche Ausbildung, eigene Einkünfte und eine Perspektive für Frauen in den Dörfern rund um den Nationalpark.

Sheroes Hangout Café in Agra

Agra · Uttar Pradesh

Sheroes Hangout

Sheroes Hangout ist ein Café und Sozialunternehmen in Agra, das von Frauen geführt wird, die Säureangriffe überlebt haben. Gegründet wurde es 2014 von der Chhanv Foundation. Heute ist Sheroes an mehreren Standorten aktiv und bietet Überlebenden nicht nur Arbeit, sondern auch Gemeinschaft, Sichtbarkeit und Unterstützung auf dem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben.

Der Ort ist bewusst öffentlich: ein Café, in dem Gäste essen, trinken, ins Gespräch kommen und zugleich einer Realität begegnen, über die in Indien lange geschwiegen wurde. Die Arbeit von Sheroes umfasst neben Beschäftigung auch medizinische Begleitung, rechtliche Unterstützung und soziale Beratung.

Ein Besuch bei Sheroes ist vor allem eine Begegnung mit Frauen, die den Ort als Gastgeberinnen, Kolleginnen, Unternehmerinnen und Persönlichkeiten prägen. Sie stehen nicht als Opfer im Mittelpunkt, sondern als Menschen, die sich durch ihre Arbeit Sichtbarkeit, Alltag und neues Selbstvertrauen zurückerobern.

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