Paläste, heilige Flüsse und gelebte Traditionen
Nordindien ist für viele Reisende der Inbegriff dessen, was sie mit Indien verbinden: das Taj Mahal im Morgenlicht, die Paläste Rajasthans, die Ghats von Varanasi am Ganges und die pulsierenden Gassen von Alt-Delhi. Es ist eine Region der großen Bilder und intensiven Erfahrungen, zugleich aber weit mehr als die Summe ihrer berühmten Sehenswürdigkeiten.
Rajasthan, das „Land der Könige“, beeindruckt mit mächtigen Festungen, prachtvollen Palästen und einer Kultur, in der Gastfreundschaft, Handwerkskunst und höfische Traditionen bis heute spürbar sind. In Städten wie Jaipur, Jodhpur und Udaipur liegen historische Bauwerke, Basare und Alltagsleben eng beieinander. Außerhalb der Städte zeigen sich Dörfer, karge Landschaften, Pilgerorte und Orte, an denen Nordindien seinen eigenen Rhythmus bewahrt.
Weiter östlich empfängt der Ganges Millionen von Pilgern. In Varanasi, einer der ältesten durchgängig bewohnten Städte der Welt, wird das Leben an den Ghats zum Ritual. Morgens steigt Nebel vom Fluss auf, während am Abend die Ganga Aarti mit Feuer, Gesang und Gebeten gefeiert wird. Es sind Szenen, die tief mit dem spirituellen Selbstverständnis Indiens verbunden sind.
Delhi, die Hauptstadt, ist ein Mikrokosmos Indiens: hier die Mogularchitektur, dort das koloniale Erbe, dazwischen das moderne Indien des 21. Jahrhunderts. Wer sich auf Delhi einlässt, entdeckt eine Stadt voller Energie, von den Garküchen von Chandni Chowk bis zu den Gärten von Humayuns Mausoleum.